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Vorlage - VO/02/2011/401  

Betreff: Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Siedlung am Sportplatz"
- Überschreitung der zulässigen Geschossflächenzahl
- Mühlenweg 7 in Hanstedt
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bauen, Wirtschaftsförderung und Umwelt der Gemeinde Vorberatung
14.09.2011 
Sitzung des Ausschusses für Bauen, Wirtschaftsförderung und Umwelt der Gemeinde geändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss der Gemeinde Hanstedt Vorberatung
Rat der Gemeinde Hanstedt Entscheidung
11.10.2011 
Sitzung des Rates der Gemeinde Hanstedt geändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Lageplan  

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Der Bauherr hat für das 1.040 qm große Grundstück „Mühlenweg 7“ in Hanstedt einen Bauantrag für die Errichtung einer Dachgaube, eines Windfangs und eines Anbaus eingereicht.

 

Hierfür wird eine Befreiung für die Überschreitung der Geschossflächenzahl (GFZ) des Bebauungsplanes (B-Plan) „Siedlung am Sportplatz“ von der derzeit vorhandenen 0,29 auf 0,31, benötigt. Die lt. B-Plan zulässige GFZ von 0,20 wurde bereits durch einen Anbau im Jahre 1972 um 0,09 überschritten. Der Bauherr begründet die Überschreitung mit einer wesentlichen Steigerung der Wohnqualität.

 

Die lt. B-Plan zulässige Grundflächenzahl (GRZ) von 0,20 wird nicht überschritten.

 

Gem. § 31 (2) Nr. 2 Baugesetzbuch (BauGB) kann von den Festsetzungen des B-Plans be-freit werden, wenn die Abweichung städtebaulich vertretbar ist. „Städtebaulich vertretbar“ ist die Vereinbarkeit mit einer geordneten städtebaulichen Entwicklung. Was städtebaulich ver-tretbar ist, beurteilt sich danach, ob die Abweichung ein nach § 1 BauGB zulässiger Inhalt des B-Plans sein könnte. Diese Frage ist nicht abstrakt zu beurteilen, sondern anhand der konkreten Gegebenheiten sowie danach, ob das Leitbild einer geordneten städtebaulichen Entwicklung gewahrt bleibt, das dem konkreten Plan zugrunde liegt, von dessen Festsetzun-gen abgewichen werden soll.

 

Da die GFZ bereits im Jahre 1972 mit einem Anbau um 0,09 (von 0,20 auf 0,29) überschritten wurde, ist eine weitere Überschreitung der GFZ von 0,29 auf 0,31 aus städtebaulicher Sicht nicht vertretbar. Es wird daher empfohlen, dieser Befreiung nicht zuzustimmen.

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Bauen, Wirtschaftsförderung und Umwelt empfiehlt dem Rat der Gemeinde Hanstedt, folgenden Beschluss zu fassen:

 

Der Rat der Gemeinde Hanstedt beschließt, der beantragten Befreiung für die Überschreitung der GFZ von 0,29 auf 0,31 für die Errichtung einer Dachgaube, eines Windfangs und Anbau an ein vorhandenes Wohngebäude auf dem Grundstück „Mühlenweg 7“ in Hanstedt, nicht zuzustimmen, da die im B-Plan „Siedlung am Sportplatz“ festgesetzte GFZ von 0,20 bereits mit einem Anbau im Jahre 1972 auf 0,29 überschritten wurde.

 

Anlage/n:

Anlage/n:

Lageplan

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Lageplan (322 KB)