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Auszug - Neues Feuerwehrgerätehaus Egestorf: Entscheidung über Planungsvariante  

Sitzung des Ausschusses für Soziales und Ordnung der Samtgemeinde
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Soziales und Ordnung der Samtgemeinde Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Do, 07.02.2019 Status: öffentlich
Zeit: 18:45 - 19:32 Anlass: Sitzung
Raum: Feuerwehrhaus Egestorf
Ort: 21272 Egestorf, Schätzendorfer Straße 17
VO/01/2018/209-01 Neues Feuerwehrgerätehaus Egestorf: Entscheidung über Planungsvariante
   
 
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
VO/01/2018/209
Beteiligt:FB 2 Bauen und Infrastruktur   
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

SGBgm Muus erläutert einleitend, dass der Kaufvertrag zum Erwerb des Gebäudes „Buchenweg 34, 21272 Egestorf“ mit der aufschiebenden Bedingung abgeschlossen wurde, dass der Haushalt 2019 genehmigt wird.

Außerdem erinnert er daran, dass die im Dezember genannten Umbaukosten in Höhe von ca. 600.000,- €  frei gegriffen waren, es gab hierfür keine Kostenschätzung.

 

Herr Verges vom Ingenieurbüro für Bauwesen Tischler & Verges stellt sich vor. Er war beim Bau des Gebäudes insbesondere bei der Planung der Brandschutzwände und der Tragwerksplanung einbezogen. Nach Abschluss des Kaufvertrages ist er in die Kostenplanung eingestiegen. Anschließend werden die Varianten 1 und 2 ausführlich durch Frau Lübberstedt präsentiert, wobei auch auf die Laufwege der Kameraden im Einsatzfall beim Ausrücken anschaulich eingegangen wird.

 

Frau Lübberstedt hält das Gebäude in beiden Varianten für eine Nutzung als Feuerwehrgerätehaus geeignet. Würde man eine neue Feuerwehr mit vier Fahrzeugboxen bauen, lägen die Kosten hierfür bei ca. 3 Millionen Euro, wobei ein Unsicherheitsfaktor im Hinblick auf die Kosten bzw. Ausschreibungsergebnisse bestehen würde. Das vorhandene Gebäude bietet den großen Vorteil, dass es nahezu nur einer Feinabstimmung bedarf, um es zu einem Feuerwehrgerätehaus umnutzen zu können.

De Variante 1 hält sie für die sinnvollste Lösung, besonders um eine klare schwarz/weiß-Trennung zu ermöglichen und das Obergeschoss ggf. später als Erweiterung nutzen zu können. Mit der Variante 1 würde die Bebauung nach der Grundflächenzahl I ausgereizt.

 

AM Rühe fragt, warum fünf Boxen geplant sind, wenn die Wehr nur drei Fahrzeuge besitzt. Frau Lübberstedt erwidert, dass das Gebäude maximal fünf Fahrzeugplätze hergibt und diese als zukünftige Erweiterungsmöglichkeit genutzt werden können. SGBgm Muus erinnert an die aktuelle Diskussion zum Thema Mannschaftstransportfahrzeuge.

 

AM Heuer betont, dass die Variante 2 ca. 150.000,- € günstiger ist als die Variante 1, wenn man die Kosten für den Fahrstuhl und die LKW-Umfahrt herausrechnet.

 

AM Rühe hinterfragt, ob die Grünfläche so belassen werden muss. Herr Verges erwidert, dass die Grünfläche so im Bebauungsplan festgesetzt ist und erhalten werden muss.

 

SGBgm Muus erläutert auf Rückfrage von Frau Müller, dass die Polizeiinspektion das Angebot der Gemeinde, die 5. Box für ein Fahrzeug der Autobahnpolizei zu nutzen, abgelehnt wurde.

 

Frau Schmidt hinterfragt, warum eine Übungsfläche nur bei Variante 2 vorgesehen ist. Frau Lübberstedt erwidert, dass bei der Variante 1 aufgrund der ausgenutzten bebaubaren Grundfläche keine Möglichkeit verbleibt, eine Übungsfläche herzustellen.

 

AM Rühe fragt, ob eine Nutzung nur im Erdgeschoss ohne Anbau möglich wäre. Frau Lübberstedt erwidert, dass die Fläche nicht ausreicht, um die Spinde sinnhaft unterzubringen.

 

AM Koeplin hält die Variante 1 für die sinnvollste Lösung.

 

AM Nieschulz fragt, ob die Mitgliederzahlen steigen werden.

 

Die Sitzung wird von 19.16 bis 19.20 Uhr für ein Statement des Ortsbrandmeisters unterbrochen.

 

 

Herr Witte befürwortet die Umsetzung der Variante 1 aus folgenden Gründen:

-          Die schwarz-/weiß-Trennung ist real bei Variante 2 nicht vorhanden

-          Wenn der Schulungsraum im Obergeschoss eingerichtet wird, liegen zwei Pfeiler mittig im Raum, was aus seiner Sicht einen Schulungsraum beeinträchtigt.

-          Bei der Variante 2 wären im Obergeschoss keine Toiletten, nur im Erdgeschoss.

-          Die LKW-Umfahrung ist nicht nötig und die geplante Übungsfläche zu klein und ebenfalls nicht notwendig.

-          Mit der Variante 1 könnte man das Gebäude so umsetzen wie man es bei einem Neubau geplant hätte.

-          Nicht zuletzt wünscht er sich steigende Mitgliederzahlen, kann aber keine Entwicklung prognostizieren. Er sieht insbesondere Potenzial bei den sogenannten „Satelliten“ (Erläuterung: Mitglieder einer anderen Feuerwehr, die beispielsweise im Gewerbegebiet Egestorf arbeiten).

 

AM Meyer wünscht sich eine Lösung ohne Anbau. Herr Vergest erwidert, dass Brandschutz- und tragende Wände hierfür nicht viel Spielraum lassen. Frau Lübberstedt ergänzt, dass die Spinde nicht anderweitig zusammenhängend untergebracht werden können.

 

AM Marquardt erinnert an die letzten beiden Bauvorgaben der Feuerwehr, die Gerätehäuser Brackel und Evendorf, wo nicht alle Vorgaben optimal umgesetzt werden konnten. Hier hat man seiner Ansicht nach nun die Möglichkeit, etwas Vernünftiges umzusetzen, was über viele Jahre Bestand haben wird.

 

AM Rühe zieht den Vergleich, dass die Samtgemeinde bei 20 Jahren Vermietung auch 200.000,- € Einnahmen erzielen würde; so gesehen wäre kaum ein Kostenunterschied zwischen beiden Varianten.

 

AM Nieschulz beantragt, dass der TOP als behandelt an den Samtgemeindeausschuss gegeben wird.

 

 

 


Es ergeht folgende

 

 

Beschlussempfehlung:

Der Tagesordnungspunkt wird als behandelt an den Samtgemeindeausschuss zur weiteren Beratung weitergegeben.

 

 


 

Abstimmungsergebnis:

Ja-Stimmen:

9

Nein-Stimmen:

0

Enthaltungen:

0