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Auszug - Schäferhaus Döhle - Auebrücke  

Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport Kultur und Tourismus der Gemeinde Egestorf
TOP: Ö 10
Gremium: Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Tourismus der Gemeinde Egestorf Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 17.05.2017 Status: öffentlich
Zeit: 20:00 - 21:25 Anlass: Sitzung
Raum: Hotel "Acht Linden"
Ort: 21272 Egestorf, Alte Dorfstraße 1
VO/05/2017/069 Schäferhaus Döhle - Auebrücke
   
 
Status:öffentlich  
 
Wortprotokoll

Vorsitzender Kruse begrüßt Herrn Zimmermann vom VNP.

 

Herr Zimmermann führt aus, dass die Stammherde in Döhle die einzige Herdbuchherde und somit besonders wertvoll für den VNP sei. Die Herde in Döhle sei die einzige im Gebiet des VNP, bei welchem der Schäfer bzw. die Schäferfamilie nicht bei der Herde wohnt. Ein Schäfer sei quasi mit seiner Heidschnuckenherde verheiratet, er hütet die Herde mindestens 8 Stunden täglich, in der kargen Heide eher noch länger. Demzufolge wurde die Notwendigkeit für die Errichtung eines Schäferhauses erkannt und eine Bauvoranfrage gestellt.

 

Seitens der Unteren Naturschutzbehörde wurde auf verschiedene Problemstellungen hingewiesen. Klarstellend erläutert Herr Zimmermann, dass der VNP natürlich gleichfalls Naturschutz betreibe und nicht aus einer spontanen Idee heraus ein Wohnhaus im Naturschutzgebiet errichten wolle, sondern dass es hier ausschließlich um die Nutzung des Gebäudes als Dienstwohnung für den Schäfer gehe. Bei der Pensionierung des Schäfers sei dieser dann gehalten, sich binnen 3 Monaten eine neue Wohnung zu suchen, damit der dann aktive Schäfer die Dienstwohnung beziehen könne.

 

Die seit dem Jahr 2010 dort vorhandene Reiherkolonie fühle sich durch die Heidschnuckenherde und grade in der Lammzeit damit verbundenen häufigen An- und Abfahrten des Schäfers nicht gestört. Sie brüten dort kräftig.

 

Es habe Abstimmungsgespräche und Vor-Ort-Termine mit dem Landkreis gegeben, so dass man nun guter Dinge sei, den Bauantrag nun auf den Weg zu bringen und eine positive Antwort zu erhalten.

 

Bgm Schreiber nimmt ab 20:30 Uhr als Ratsmitglied an der Sitzung teil.

 

Herr Zimmermann erläutert anhand einer Planzeichnung das geplante Schäferhaus. Das Schäferhaus sei als Einfamilienhaus für eine Familie mit 2 Kindern entworfen. Geheitzt werden solle mit einer Holzscheitheizung, das Haus verfügt über einen Nebeneingang mit Zugang zum Büro sowie einer separaten Toilette und Dusche, um auch einem Aushilftsschäfer bzw. einem Auszubildenden den Zutritt zum Haus zu ermöglichen, ohne die Privaträume der Familie betreten zu müssen. Ferner ist ein Nebengebäude unerlässlich, um Pkw und Schlepper einzustellen zu können.

 

Auf Nachfrage von Vorsitzendem Kruse führt Herr Zimmermann weiter aus, dass sich das gebäude heidetypisch in die Umgebung einpassen werde. Das Haus solle teilweise verschalt werden und wird mit einem Hartdach mit roten S-Ton-Ziegeln ausgestattet. Der Giebelbereich werde mit Fachwerk hergestellt. Man habe beim VNP einen tüchtigen Architekten im Fachbereich, der 2-Ständer-Hallenhäuser – Bauen im Bestand als Diplom-Arbeit geschrieben habe. AM Müller erkundigt sich nach der Ver- und Entsorgung. Hierzu berichtet Herr Zimmermann, dass eine Dreikammerklärgrube mit Verrieselung zur Entsorgung, ein separater Brunnen zur Wasserversorgung vorgesehen seien.

 

AM Mencke stellt klar, dass für das Vorhaben ein Konsens erzielt werden müsse. Der Rat der Gemeinde Egestorf musste anlässlich der Bauvoranfrage zum Schäferhaus auch erst detaillierte Informationen zum Vorhaben haben, um dieses Projekt zu unterstützen. Eine Fraktion des Kreistages habe verlautbaren lassen, dass das Baufeld bereits geräumt werde. Herr Zimmermann stellt richtig, dass Durchforstungsmaßnahmen zweimal jährlich im Gebiet des VNP erfolgen, von einer Räumung des Baufeldes in vorauseilendem Gehorsam könne überhaupt nicht die Rede sein.

 

Nicht zuletzt stelle das Fleisch der Heidschnucken auch eine Spezialität dar, welcher fester Bestandteil der heimischen Gastronomie sei, stellt Vorsitzender Kruse fest. Herr Zimmermann ergänzt: „Die Landschaft muss auch schmecken“.

 

 

Vorsitzender Kruse bedankt sich für die ausführlichen Informationen zum Schäferhaus und führt aus, dass vor einigen Jahren eine wunderschöne Steinbrücke über die Aue am Pastor-Bode-Weg abgerissen worden sei. Dies sei eine historische Stätte, an welcher die Egestorfer gebadet haben.

 

Herr Zimmermann erläutert, dass die Brücke seinerzeit mit zweckgebundenen Fördergeldern errichtet worden sei. Nach Ablauf des Förderzeitraumes werde er sich dafür stark machen, dass die Brücke wieder hergestellt werde.

 

Der Weg Döhle-Wilsede sei wieder in einen guten Zustand versetzt worden. Die Kutscher haben das zur Verfügung gestellte Material in den Weg eingearbeitet. Vorsitzender Kruse weist darauf hin, dass man lieber wenige Wege herrichten solle, diese dann aber in ausgezeichnetem Zustand, anstatt alle Wege anzufangen und keinen in gutem, dauerhaften, Zustand zu versetzen.

 

RM Schreiber ergänzt, dass derzeit im Dialogforum Kutsche festgestellt werde, welche Wege die wichtigsten seien und eine Bestandsaufnahme der Nutzung und des Zustandes des Weges durchzuführen. Er pflichtet Vorsitzendem Kruse bei und spricht sich dafür aus, wenige Wege herzurichten, diese aber dann auch in der Unterhaltung ständig möglichst gut zu belassen.

 

AM K. Albers erinnert an die Erarbeitung in Kooperation mit Kontor 21, welche vor etwa 10 Jahren stattgefunden habe. Unter Umständen könnte man dieses Datenmaterial noch zu Rate ziehen.