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Auszug - Überplanmäßige Ausgabe für den Bau der Krippe/Mensa in Brackel  

Sitzung des Ausschusses für Bildung und Freizeit der Samtgemeinde
TOP: Ö 9
Gremium: Ausschuss für Bildung und Freizeit der Samtgemeinde Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 07.05.2013 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 20:55 Anlass: Sitzung
Raum: Alter Geidenhof
Ort: 21271 Hanstedt, Buchholzer Straße 1
VO/01/2013/192 Überplanmäßige Ausgabe für den Bau der Krippe/Mensa in Brackel
   
 
Status:öffentlich  
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Samtgemeindebürgermeister Muus führt aus, dass in der Sitzung am 23

SGBgm Muus leitet in den Sachverhalt ein und stellt noch einmal den Ablauf der politischen Entscheidungen zu dieser Thematik in der Vergangenheit dar. In diesem Zusammenhang verweist er u.a. auf die Sitzung des Rates am 23.02.2012, in der eine Verpflichtungsermächtigung für 2013 in Höhe von 400.000 € nur für den Bau einer Mensa verabschiedet wurde. In der Ratssitzung am 28.06.2012 wurde der Bau einer Mensa als Option in den Beschluss aufgenommen und erst am 07.02.2013 wurde dann der Bau einer Mensa und Krippe in Höhe von 700.000 € beschlossen.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde mehr darüber diskutiert ob die Krippe überhaupt, und wenn ja, wo das Gebäude auf dem Grundstück platziert und ob es als Anbau oder als Neubau sowie mit welchem Architektenbüro geplant werden solle. Das Inhaltliche und somit auch die endgültige Ausstattung des Gebäudes mit der kompletten Kostenplanung wurde erst nach dem Investitionsbeschluss im Februar abschließend aufgestellt. So konnten die ersten Kostenschätzungen von Seiten des Architekten nicht gehalten werden. Worauf die deutliche Steigerung zurückzuführen sei, werde das Architektenbüro im Anschluss selbst erläutern.

 

SGBgm Muus macht noch einmal deutlich, dass das Architektenbüro Behrens nicht aufgrund des kostengünstigsten Entwurfes den Auftrag erhalten habe, sondern weil dessen Vorschlag funktional am sinnvollsten gewesen sei, um die Abläufe in Schule und Kindergarten am ehesten und von den Folgekosten her am wirtschaftlichsten gewährleisten zu können. Im Samtgemeindeausschuss habe er zugesagt, in der heutigen Sitzung die aktuellen und kompletten Kosten vorzustellen. Die Zahlen liegen nun vor und die Kosten seien nochmals gestiegen, da nun auch alle Eventualitäten mit eingeplant seien. Heute gehe es jedoch nicht darum diese Kosten im einzelnen zu bewerten, sondern um die Bewilligung einer Verpflichtungsermächtigung für 2014 in Höhe der Mehrkosten als Grundlage für die Auftragserteilung. Die einzelnen Kosten würden dann im Rahmen der Ausschreibung und Umsetzung des Projektes noch einmal detailliert betrachtet und bewertet.

 

Herr Ellwanger von dem Büro Behrens gibt zu bedenken, dass in den ersten Entwürfen lediglich geschätzte Zahlen auf der Grundlage der Größe des Gebäudes angegeben waren und zu dem Zeitpunkt einige Sachverhalte noch nicht klar ermittelt waren. Diese geschätzten Zahlen wurden von ähnlich gebauten Objekten an anderen Orten übernommen. Nach den vertieften Gesprächen im Februar und dem Hinzuziehen von Fachplanern sei das Architektenbüro dann an die detaillierte Kostenplanung in den einzelnen Kostengruppen 200-700 gegangen.

 

In der ersten Kostenschätzung in Höhe von 633.617 € waren die Kosten für die Einrichtung, das Bodengutachten und das Brandschutzgutachten noch nicht enthalten. Ebenfalls war die Haustechnik nicht in Detail geprüft worden, sondern einfach angenommen worden, diese übernehmen zu können, was sich allerdings als Trugschluss erwiesen habe. So müsse aus bautechnischen Gründen der Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss und aus wirtschaftlichen Gründen die Heizung und die Kühlaggregate erneuert werden. Ein weiterer nicht eingeplanter Kostenfaktor sei der Fettabscheider. Wenn man alle diese Faktoren mit einbeziehe, liegen die Kosten für der Bau der Mensa und der Krippe bei einer Gesamtsumme von 979.580 €.

 

Laut Aussage von Herrn Menzel habe man nun alle Details mit berücksichtigt und den aktuellen Baupreisen angepasst. Es weist außerdem darauf hin, dass nicht  das Architektenbüro die Preise mache, sondern der Markt diese bestimme. Denn die Baubranche laufe derzeit sehr gut und es sei auch schwierig, überhaupt Firmen für den Bau zu finden, da deren Auftragsbücher ganzjährig gefüllt seien. Er hoffe aber, dass man im Rahmen der Ausschreibung und der Ausführung noch über die eine oder andere Sache sprechen könne und man dadurch später noch Einsparungen erzielen könne.

 

RM Schierhorn meldet sich zu Wort und sagt, dass er Herrn Ellwanger im November 2012 gefragt habe, ob er den Kostenansatz von 700.000 € halten nne - diese Frage habe dieser bejaht. Die Gesamtsumme von nunmehr fast 1 Mio. € sei zwar bitter, er sehe es aber als positiv an, dass das Büro Behrens die Kostensteigerung ehrlich präsentiert habe. Seiner Meinung nach werde der Haushalt diese Steigerung verkraften können. Die Kosten für die Küche erscheinen ihm allerdings etwas zu hoch. Die Gesamtkosten für die Krippe und  Mensa müsse man auf jedem Fall noch einmal genau überprüfen. Für die Kosten des Brandschutzes und den Fettabscheider könne man die Architekten aber nicht verantwortlich machen. Die Mehrkosten in Höhe von ca. 300.000 € müsse man über einen Nachtrag für den Haushalt 2013 als Verpflichtungsermächtigung zur Verfügung stellen, denn die grundsätzliche Entscheidung zum Bau einer Krippe und Mensa in Brackel solle nicht in Frage gestellt werden.

 

AM Hofmeister fragt nach, ob sich denn das Architektenhonorar auch im Verhältnis der Kostensteigerung erhöhe und bittet die Verwaltung hier entsprechende Prüfungen und Verhandlungen aufzunehmen, da Fehler der Architekten nicht zu Lasten der Verwaltung gehen dürften.

 

AM Savural distanziert sich von entsprechenden Schuldzuweisungen. Die Kosten müssen von der Verwaltung nochmals geprüft und ggfs. überarbeitet werden. Er schließt sich vom Grunde her den Ausführungen des RM Schierhorn an und spricht sich für die überplanmäßige Ausgabe von ca. 300.000 € aus. Denn es dürfe die Grundsatzentscheidung nicht in Frage gestellt werden und auch an der Qualität solle nicht gespart werden.

 

SGBgm Muus sagt zu, dass die Verwaltung bezüglich der Kosten mit dem Architektenbüro nochmals Gespräche führen werde, verweist aber auch auf die Erläuterungen des Architektenbüros zu der Herkunft der Mehrkosten.

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Fachausschuss empfiehlt dem Samtgemeindeausschuss, folgenden Beschluss zu fassen:

 

Der überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von ca. 150.000 € wird zugestimmt. Der Samtgemeindebürgermeister wird beauftragt, einen Nachtragshaushalt aufzustellen und darüber eine Verpflichtungs- ermächtigung in entsprechender Höhe bereitzustellen.

 

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

Ja-Stimmen:

11

Nein-Stimmen:

0

Enthaltungen:

1

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Kostenplan Krippe und Mensa Brackel (502 KB)