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Auszug - 38. Änderung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde Hanstedt für die Fläche "Uhlenbusch" in Hanstedt - Aufstellungsbeschluss für die Änderung und Erweiterung der Sondergebietsfläche "soziale und gesundheitliche Einrichtung" in "Tourismus und Gesundheit"  

Sitzung des Planungs- und Entwicklungsausschusses der Samtgemeinde
TOP: Ö 9
Gremium: Planungs- und Entwicklungsausschuss der Samtgemeinde Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Mi, 10.06.2009 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 20:00 Anlass: Sitzung
Raum: Rathaus, EG Sitzungsraum 12
Ort: 21271 Hanstedt, Rathausstraße 1
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Der Vorsitzende begrüßt Herrn Dr

Der Vorsitzende begrüßt Herrn Dr. Wegner als einen von drei möglichen Investoren des „Haus Uhlenbusch“ sowie die Planerin Frau Vogel.

 

Herr Dr. Wegner erklärt, er möchte die Kompetenz der Familie aus dem Bereich Touristik, Unternehmenberartung und Hotelmanagement in das Projekt eines Vier-Sterne Familenhotels einbringen. Die gesamte Familie mit Tochter, Sohn und Schwiegersohn beabsichtige, sich voll auf das Projekt einzulassen und nach Hanstedt zu ziehen. Er sehe in der Region den Bedarf an einem Familienhotel mit einem sozialpädagogischen Bezug.

 

Ausschussmitglied Blecken nimmt weiter an der Sitzung für RM von Wehren teil.

 

Wie Herr Dr. Wegner weiter ausführt, möchte er mit der Familotelgruppe als Partner zusammenarbeiten. Die Familotelgruppe ist eine Aktiengesellschaft aus einer Hotelkooperation von 51 Häusern, wobei jedes Hotel eine Aktie beinhaltet. Über die Gruppe würden u.a. die Internetpräsentation und der Einkauf laufen, alle Hotels seien einem strengen Kriterien unterworfen.

 

Herr Dr. Wegner weist anschließend auf die beruflichen Kompetenz der einzelnen Familienmitglieder im Bereich Management und Touristik hin. Der Standort Hanstedt sei insbesondere auf Grund der Lage im Dreieck Bremen, Hamburg und Hannover sehr interessant. Es soll eine 24-Stunden Betreuung für Kinder angeboten werden, die Bürgern der Gemeinde offen stehe. Weiter sei eine Seminareinheit auf dem Grundstück für „Teambildingevents“ und ein Trainingscamp als Angebot an Unternehmen geplant. Er sei davon überzeugt, mit diesem Projekt erfolgreich sein zu können. Sollte die Familie den Zuschlag bekommen, sei bereits ab August 2009 die Eröffnung eines Eventgartens geplant, in dem der Bau mitverfolgt werden könne. Zudem könne man sich vorstellen, in der Bauphase Schulen in die Gestaltung der Kinderbereich einzubeziehen. Die Familie benötige jedoch eine langfristige Perspektive, das Projekt zu entwickeln.

 

Wie Herr Dr. Wegner weiter vorträgt, wäre Neckermann der Reisepartner für den Katalog mit einem buchbaren Angebot ab dem 01.04.2010. Man wolle mit 60 – 70 Zimmern beginnen, die Zielgröße läge bei 120 Familienzimmern. Es solle ein naturnahes Outdoorangebot unter Einbeziehung des Waldbestandes insbesondere für Kinder durch z.B. einen Wipfelpfad geschaffen werden. Für ein Inndoorangebot sei das Giebelhaus hervorragend geeignet. Der Einzugsbereich betrage ca. 3 Autostunden bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 3-5 Tagen. Die Zielgröße der Übernachtungen ab dem Jahr 2011 liege bei 15.000 Übernachtungen pro Jahr. Es sei beabsichtigt, 8 Mio. € zu investieren. Vorrangig sollen Unternehmen aus der Region beauftragt werden. Man möchte mit 25 Arbeitsplätzen beginnen und habe eine Zielgröße von 80 – 100 Mitarbeitern. Es sollen frühzeitig auch Ausbildungsplätze geschaffen werden. Die Umsetzung werde auf Grund der Lage im Landschaftsschutzgebiet und der anstehenden Umweltprüfung in zwei Phasen laufen müssen. In der ersten Phase sollen 65 – 70 Zimmer, eine neue Rezeptionsanlage und im hinteren Bereich eine Terrasse entstehen. Weiter sei der Anbau eines Schwimmbades geplant. In der zweiten Phase solle neben einer Aufstockung der Familienzimmer weitere Restaurants entstehen und eine Ferienanlage auf der Wiese mit Ferienwohnungen errichtet werden.

 

Ausschussmitglied Heinrich fragt, ob die Bausubstanz darauf untersucht wurde, ob eine zweigeschossige Aufstockung des Hauptgebäudes bautechnisch möglich sei. Die Familie betont, dass dies durch verschiede Fachleute geprüft und bestätigt wurde.

Auf Nachfrage von Ausschussmitglied Kühl erklärt Herr Dr. Wegner, es sei bei der Ferienwohnanlage der Bau von ca. 25 Ferienwohnungen auf der Fläche des Sondergebietes geplant. Konkrete Baupläne gebe es hierzu aber noch nicht, die Nachfrage sei nach Ferienwohnungen vorhanden. Auf die Frage, welchen Unterschied das Projekt zum Center-Parks aufweise, erklärt Herr Dr. Wegner, es sei keine Abschottung nach außen geplant. Man wolle die Menschen in die Region mit einem Angebot holen, das es in der Form noch nicht gebe. Man habe recherchiert, dass 80 % der Besucher des Center-Parks der Park nicht gefalle. Das Projekt des Familotels soll mit Kinderuni, einer Pilzschonung und Angebote an Erwachsene anders ansprechen.

 

Nachdem keine weiteren Fragen an die Familie Wegner bestehen, erläutert die Planerin, Frau Vogel, den Vorschlag für die Darstellung der 38. F-Planänderung (siehe Anlage). Die Änderung berücksichtige alle drei Konzepte, die zurzeit an den Landkreis Harburg herangetragen wurden.

Weiter verdeutlicht Frau Vogel an der derzeitigen Darstellung im Flächennutzungsplan, dass die Bezeichnung des Sondergebietes mit „soziale und gesundheitliche Einrichtung“ bereits einer Nutzung als Hotel entgegenstehe. Eine Umnutzung des Gebäudebestandes als Hotel ohne große bauliche Eingriffe sei nach der Fassung des Aufstellungsbeschlusses möglich. Nach den bisherigen Gesprächen plane der Landkreis Harburg das gesamte Grundstück aus dem LSG zu entlassen, damit eine Nutzung des Waldbereiches für Freizeitangebote möglich werde. Frau Vogel erläutert die Größe des Änderungsbereiches. Die Darstellung beinhalte ein Maximum an Baufläche und könne ggf. im Verfahren noch dem Konzept eines einzelnen Investoren angepasst werden. Weiter bestehe die Möglichkeit, dass im Rahmen der Umweltprüfung schützenswerte Bäume und Tierarten festgestellt werden, die eine Einschränkung der Nutzung erforderlich machen.

 

In der „Aktivitätszone“ und dem „Aktivitätsgehölz“ seien keine Hochbauten möglich. Diese Zonen seien als abgestufte Nutzungszonen zu sehen.

 

Ausschussmitglied Meyer verlässt die Sitzung.

 

Frau Vogel führt weiter aus, dass das SO-Gebiet um rd. 2 ha erweitert werde. Die SO-Fläche werde jedoch auch an der westlichen Grenze, außerhalb des Grundstückes des Landkreises Harburg, um ca. 0,15 ha reduziert und wieder als Wald dargestellt.

 

Frau Vogel bittet den Ausschuss, den Beschluss dahingehend zu ergänzen, dass einer frühzeitigen Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit auf Grundlage der Vorentwurfsskizze zugestimmt wird, damit das Verfahren zügig weiter laufen könne.

 

Auf Nachfrage erklärt SGA Frau Häusler, auf Empfehlung der Gemeinde Hanstedt wurde die vorgeschlagene Bezeichnung der Sondergebietsfläche um „Soziales“ neben „touristische und gesundheitliche Einrichtung“ ergänzt.

 

Es ergeht folgender

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Planungs- und Entwicklungsausschuss empiehlt dem SGA, folgenden Beschluss zu fassen:

 

Der SGA beschließt, vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeinde Hanstedt, für den Bereich „Haus Uhlenbusch“ die 38. Änderung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde Hanstedt aufzustellen. Für den Änderungsbereich wird eine Entlassung aus dem LSG „Garlstorfer Wald und weitere Umgebung“ im abgestimmten Umfang beantragt.

 

Der SGA stimmt der Durchführung der frühzeitigen Bürger- und  Behördenbeteiligung zum Vorentwurf der
38. F-Planänderung zu. Der Vorentwurf wird auf
Grundlage der vorgestellten Vorentwurfskizze erarbeitet.

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

Ja-Stimmen:

5

Nein-Stimmen:

0

Enthaltungen:

0